Die Food Urbanism Initiative  

Im Zentrum der Food Urbanism Initiative (FUI) steht der Einfluss der Landwirtschaft auf die Stadtgestaltung, namentlich neue architektonische und landschaftsplanerische Strategien zur Integration der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung, -verteilung und des Lebensmittelkonsums in die Schweizer Städte.


Hintergrund
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in städtisch geprägten Räumen. Durch das anhaltende Städtewachstum kommen die Landschaften rund um die Ballungsgebiete immer stärker unter Druck. Parallel zu dieser Entwicklung steigt mit zunehmender Bevölkerung auch der Lebensmittelverbrauch an.
Um die Lebensqualität in den Städten aufrechterhalten zu können, aber auch um die urbane Lebensmittelversorgungssysteme zu sichern und die globale Umwelt zu schützen, muss die Beziehung zwischen Versorgung und Städtebau neu gedacht werden.

Ziel
FUI untersucht den aktuellen Schweizer Städtebau im Hinblick auf dessen Potenzial für eine Integration der landwirtschaftlichen Produktion. Dadurch sollen Gestaltungsstrategien auf mehreren Ebenen (Gebäude, Nachbarschaft, Stadt) konzipiert und Richtlinien für eine Stadtplanung entwickelt werden, die das Stadtleben und die Lebensmittelproduktion harmonisch verknüpfen und ökonomisch wie ökologisch verträgliche Lösungen ermöglichen.
FUI wird von Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten begleitet und stützt sich auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab, die eine breite Palette an Forschungsfeldern abdecken, von der Landwirtschaft bis hin zur digitalen Kultur. FUI analysiert bestehende urbane Ausgangslagen, landwirtschaftliche Produktionssysteme, Einstellungsfragen zum Konsum sowie die Landwirtschafts- und Raumplanungspolitik. Die darauf basierenden neuen Gestaltungskonzepte sollen in Städtebau, Architektur, Landschaftsgestaltung und in die öffentliche Diskussion einfliessen.

Bedeutung
Projekte zur Unterstützung einer urbanen Landwirtschaft bedürfen der Unterstützung, Entwicklung und Erprobung - FUI will zu diesem neuen Forschungsfeld beitragen. Die beiden bisher getrennt betrachteten, aber komplementären Bereiche Lebensmittelversorgung und Stadtplanung sollen in einen konstruktiven Dialog treten, so dass das komplexe Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Stadt bereichert wird und zu neuen Strategien für urbane Qualität führt.


Originaltitel: Food Urbanism Initiative (FUI)

Betrag: CHF 547’955.-
Dauer: 36 Monate

Projektverantwortliche
- Craig Verzone, M.A., Verzone Woods Architectes
- Dr. Lukas Bertschinger, Federal Department of Economic Affairs FDEA, Agroscope Changins-Wädenswil Research Station ACW
- Prof. Jeffrey Huang, Media and Design Laboratory (IC/ENAC), ETH Lausanne
- Prof. Bernhard Lehmann, Agri-Food & Agri-Environmental Economics Group, ETH Zürich
- Cristina Woods, M.Arch., Verzone Woods Architectes

Zu diesem Thema

Kontakt

Craig Verzone
Verzone Woods Architectes
La Cure
Rougemont
Suisse
Tel.: +41 26 925 94 92
E-Mail: verzone@vwa.ch
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