Mit einer Analyse der «Città Ticino» sollen neue Instrumente zur Verbesserung der Qualität öffentlicher Räume erarbeitet und die Zusammenarbeit zwischen Universität und Verwaltung angeregt werden. Dabei wird das zu entwickelnde Instrument des «Territoral design» auf theoretischer, praktischer und didaktischer Ebene eingesetzt.
Hintergrund
Das Konzept des öffentlichen Raums soll auf Leer- und Resträume in bebauten Zonen, auf Verkehrsinfrastrukturen von Fusswegen bis hin zu Autobahnen, auf unbebaute Gebiete und Wälder ausgeweitet werden. Der öffentliche Raum wird so als ein die ganze Landschaft umfassendes Konzept verstanden. Das Projekt erforscht drei Gebietseinheiten:
1. Den Raum entlang des Flusses Ticino: das Tal mit den drei Hauptzentren Biasca, Bellinzona und Locarno.
2. Das Ceresio-Becken: bebaute Gebiete und die Täler der beiden Flüsse Vedeggio und Cassarate.
3. Das Insubria-Mendrisio-Chiasso-Dreieck: das bebaute Gebiet von Mendrisio-Chiasso als Teil des grenzübeschreitenden Raumes Como-Varese und mit Verkehrsflüssen zum und vom Flughafen Milano-Malpensa.
Ziel
Gestaltung wird als Forschungsinstrument verstanden, das in Planung, Landschaftsarchitektur, Städtebau und Architektur Wirkung entfalten wird. Ein besonderes Augenmerk wird der Gestaltung des öffentlichen Raumes gewidmet.
Das Verfahren gliedert sich in fünf Abschnitte:
1. Information: Sammlung von historischen, kartografischen, ikonografischen und statistischen Informationen;
2. Analyse: Studie zur Landschaft des Kantons Tessin;
3. Charakterisierung: Herausarbeitung unterschiedlicher Regionen und Definition einzelner Räume;
4. Gestaltungsstudie: Planung und Entwurf;
5. Publikation von Leitlinien und Empfehlungen: Ausgehend vom Ergebnis der Gestaltungsstudie werden theoretische Leitlinien sowie strategische und raumplanerische Empfehlungen für die kommunale und regionale Ebene erarbeitet.
Bedeutung
Durch die Ermittlung von Kriterien, Prozessen, Methoden und Instrumenten leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsverbesserung öffentlicher Räume der «Città Ticino» und führt zu einem neuen Konzept des öffentlichen Raums. Die öffentliche Verwaltung ist in den Forschungsprozess einbezogen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse soll als Referenzmaterial für die Lehre in Stadt- und Raumplanung dienen und zur Umsetzung der Erkenntnisse beitragen.
Originaltitel: Urban / Lanscape design - Public Space in the «Città ticino» of Tomorrow
Betrag: CHF 533’401.-
Dauer: 36 Monate
Projektverantwortlicher
- Prof. Michele Arnaboldi, USI, Accademia di architettura di Mendrisio